Ein besonderer Sommer

Es ist nicht zu bestreiten, die Wetterdaten über diesen Sommer sind in den verschiedenen Bereichen wohl alle ziemlich speziell und auch als Mensch, der sich gerne draussen bewegt, ist vieles anderes als in den letzten Jahren. Wobei man da auch schnell zugeben muss, dass die Erinnerung an die Wetterverhältnisse in der Vergangenheit immer sehr selektiv und meistens nur von Einzelereignissen geprägt sind. Dass es aber bisher kühler und nasser war, als mindestens in den letzten zwei Jahren, ist wohl Tatsache.

Doch wir wissen es, es nützt nicht viel, sich darüber zu beklagen. Das Wetter ist so, wie es ist. Mehr Mühe macht der Umstand, dass jetzt jedes speziell festgestellte oder veränderte Phänomen (Kälte, Nässe, Hitze, Dürre, Gewitter, Überschwemmungen, Waldbrände, volle Seen und Flüsse etc.) alle sofort mit der Thematik Klimaveränderung “erklärt” werden. Ich habe aber viel mehr den Eindruck, dass Wetter- und das Klimageschehen sei doch etwas komplexer und von mehr Faktoren abhängig ist, als gerade nur das CO₂. Es scheint halt einmal mehr die Tatsache zu gelten, dass simple Erklärungen (auch wenn sie nur bedingt richtig oder sogar falsch sind) einfacher zu transportieren sind. Wer liest denn schon einen Beitrag über mehrere Seiten, der nur einen kleinen Teilaspekt beleuchtet? Mit den sozialen Medien ist man heute halt schnell ein Experte und hat sofort Reichweite – wenn nur noch Meinungen zählen oder Einzelerfahrungen verallgemeinert werden, haben es die Fakten oft schwer.

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