Hikers Texte

wetter

Es ist nicht zu bestreiten, die Wetterdaten über diesen Sommer sind in den verschiedenen Bereichen wohl alle ziemlich speziell und auch als Mensch, der sich gerne draussen bewegt, ist vieles anderes als in den letzten Jahren. Wobei man da auch schnell zugeben muss, dass die Erinnerung an die Wetterverhältnisse in der Vergangenheit immer sehr selektiv und meistens nur von Einzelereignissen geprägt sind. Dass es aber bisher kühler und nasser war, als mindestens in den letzten zwei Jahren, ist wohl Tatsache.

Doch wir wissen es, es nützt nicht viel, sich darüber zu beklagen. Das Wetter ist so, wie es ist. Mehr Mühe macht der Umstand, dass jetzt jedes speziell festgestellte oder veränderte Phänomen (Kälte, Nässe, Hitze, Dürre, Gewitter, Überschwemmungen, Waldbrände, volle Seen und Flüsse etc.) alle sofort mit der Thematik Klimaveränderung “erklärt” werden. Ich habe aber viel mehr den Eindruck, dass Wetter- und das Klimageschehen sei doch etwas komplexer und von mehr Faktoren abhängig ist, als gerade nur das CO₂. Es scheint halt einmal mehr die Tatsache zu gelten, dass simple Erklärungen (auch wenn sie nur bedingt richtig oder sogar falsch sind) einfacher zu transportieren sind. Wer liest denn schon einen Beitrag über mehrere Seiten, der nur einen kleinen Teilaspekt beleuchtet? Mit den sozialen Medien ist man heute halt schnell ein Experte und hat sofort Reichweite – wenn nur noch Meinungen zählen oder Einzelerfahrungen verallgemeinert werden, haben es die Fakten oft schwer.

#klima #medien #wetter #sommer

Die Zeit fliesst, nein sie rennt davon – schon haben wir bald Mitte Juli und der Sommer hat noch nicht wirklich sehr viele schöne Tage hervorgebracht und man könnte meinen, es sei ein wirklich furchtbares Jahr.

Nun gut, wir vergessen, dass der Sommer in Mitteleuropa die Regenzeit ist, da sind (viel) Niederschläge also im Normalfall auch nicht besonders erwähnenswert. In diesem Jahr ist es vielleicht besonders, weil diese Niederschläge oft sehr lokal und heftig ausfallen und auch Schäden und Überschwemmungen bewirken. Doch wenn es in den letzten Jahren zu dieser Zeit bereits heiss und trocken war, dann waren das eher Ausnahmen vom langjährigen Durchschnitt. Also ist der diesjährige eher nasse Sommeranfang der Durchschnitt. Und auch wenn man in der Wochenplanung freier ist und für Ausflugsprojekte nicht nur auf das Wochenende fixiert ist, spielen die Wetterkapriolen, wie man dem offenbar sagt, auch weniger einer Rolle.

Nächste Woche soll es also nochmals nass werden, aber dann, ja dann soll des dann bessern – und vielleicht wird es dann auch bald schon wieder heiss und wir beklagen uns und hätten es gerne etwas kühler. Wir werden sehen...

#wetter #sommer #regen #sonne